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Ankor/ Siem Reap

Ich muss gestehen, dass ich zwischendurch gehadert habe, ob ich mir überhaupt die Tempel von Ankor anschauen soll. Dabei habe ich vor allem an  wahnsinnige Preise und einen komplett überlaufenen Tempel gedacht- Ein nicht sehr reizvoller Gedanke für mich. Und andere Tempel sind ja bestimmt auch schön und bei weitem nicht so überrannt…

Schließlich habe ich mich doch breitschlagen lassen und es war eine der besten Entscheidungen überhaupt! Siem Reap, die Stadt bei Ankor, war die Katastrophe- umso toller war die riesige Tempelanlage ein paar Kilometer nördlich der Stadt. Die meisten denken immer nur an den Haupttempel Ankor Wot, dabei umfasst das Gelände unzählige Tempel, Ruinen, Mauern und Wasseranlagen. Es war wirklich überraschend, was für einen kleinen Anteil Ankor Wot auf dem Lageplan der Tempelanlage ausmacht- es gibt wahnsinnig viel zu sehen!

Nach längerer Diskussion, in der wir uns einig wurden, dass wir nur so kurz in Siem Reap bleiben würden, wie es unbedingt nötig ist, hatten wir uns entschieden ein Ein-Tages-Ticket zu kaufen. Das schöne an dem Ticket ist, dass man schon am Abend davor die Anlage betreten darf, um sich den Sonnenuntergang anzuschauen. Wir radelten also späten Nachmittag mit geliehenen Rädern zu der Eingangspforte los und von da aus weiter auf das Tempelgelände Richtung Ankor Wot, dem Eingang am nähst gelegenen Tempel. Als wird darauf zufuhren, sah ich bald die Tempelspitzen aus dem Wald ragen. Als wir den Wassergraben erreicht hatten, dachte ich mir: Okay, ziemlich beeindruckend, ziemlich groß, aber ist das Ankor Wot? Wie sich dann wenige Sekunden später herausstelle handelte es sich dabei nur um die Eingangspforte.

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Ein paar hundert Meter dahinter erhob sich Ankor Wot in seiner ganzen, einzigartigen Pracht. Die Stimmung, die von diesen riesigen, perfekt symmetrischen Tempel ausgeht kann man nicht beschreiben- man muss es erlebt haben. Den Tempel selbst durfte man nicht mehr betreten, stattdessen genossen wir den Sonnenuntergang, das immer leerer werdende Gelände und natürlich den Anblick von Ankor Wot.

Am nächsten Morgen standen wir viertel nach vier auf, um den berühmten Sonnenaufgang über Ankor zu beobachten. Ankor Wot selbst ist dabei die Hauptspot, da die Sonne direkt hinter dem Tempel aufgeht und sich wunderschön in den umliegenden Wasserbecken spiegelt (die in der Zeit als wir da waren allerdings ausgetrockenet waren).

Wir entschieden uns für eine Alternative zu der riesigen Traube vor Ankor Wot: Der gute alte Lonley Planet hatte einen angelegten See empfohlen, von dem aus man den Sonnenuntergang auch wunderschön beobachten kann. Und während gar ganze Pulk an TukTuks, die alle auf dem Weg zu den Tempelanlagen war , links zu Ankor Wot abbog, radelten wir nach rechts und waren plötzlich alleine im dunklen Wald. Der Weg zog sich ewig, ich kann auch gar nicht genau sagen, wie lange wir gefahren sind, aber schließlich erreichten wir den See.

DSC06956Das Seeufer war ein ganz ruhiger Ort, den wir mit zwanzig anderen Touristen teilten, während langsam der Wald um uns erwachte. Da über dem Wald ein breiter Dunstschleiher hing, dauerte es ein bisschen, bis die feuerrote Sonne das erste Mal erschien. Es war wirklich einzigartig!

 

 

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Ein Tempel wird vom Urwald und den Wurzeln der riesigen Bäume verschlungen

Nachdem die Sonne schon ein ganzes Stückchen aufgestiegen war, machten wir uns auf den Weg zu den Tempeln, die wir besichtigen wollten. Wir mussten uns gegen Ende ziemlich beeilen, weil es spätestens um 11 Uhr so heiß wird, dass man eigentlich nicht mehr unterwegs sein kann. Wir klapperten die kleine Rundfahrt ab und ich könnte jetzt jeden Tempel beschreiben, den wir besichtigt haben, aber eigentlich muss man Ankor einfach selbst erlebt haben! Ein paar Appetithappen bekommt ihr natürlich noch in Form von Bildern. Aber eins kann ich noch sagen: Für Ankor sollte man sich definitiv mehr als einen Tag Zeit nehmen! Es gibt so viel zu sehen und die Hälfte des Tages geht verloren, da es zu heiß ist. Wenn ich mich noch einmal entscheiden könnte würde ich das Drei-Tages-Ticket nehmen.

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In Ankor Thom kann man Affen sehen 🙂

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An den Tempelwänden sind überall Bildhauereinen zu finden

 

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Der Bayon in Ankor Thom

 



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