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Now Reading: Von Tansania bis Südafrika – Meine persönlichen Reisetipps I

Von Tansania bis Südafrika - Meine persönlichen Reisetipps I

Von Tansania bis Südafrika – Meine persönlichen Reisetipps I


Letzte Woche habe ich mit meinem Beitrag “Alleine einmal quer durchs südliche Afrika” einen sehr persönlichen Text zu meinen Erfahrungen und Erlebnissen auf meiner Reise von Dar Es Salaam nach Kapstadt geschrieben. Doch neben all den wunderbaren Geschichten, die ich erlebt habe, habe ich auch Wissen angehäuft, das man (wie ich festgestellt habe) in kaum einem Reiseführer findet. Deswegen ist es nun endlich an der Zeit, zwei Beiträge mit schlicht praktischer Funktion zu schreiben. In meinem ersten Beitrag habe ich eine Packliste, eine Kostenübersicht und meine Unterkünfte zusammengestellt, der zweite Beitrag befasst sich vor allem mit Sicherheit, Überlandreisen und Grenzübergängen (hier). Viel Spaß beim Lesen, bzw. beim Reise planen, wenn du das gerade machen solltest 😉

Packliste

Sinnvolles Packen ist bei Rucksackreisen das absolute A & O. Neben selbstverständlichen “Reiseutensilien” wie dem Reisepass oder einer Kamera habe ich Folgendes mitgenommen und auch tatsächlich gebraucht:

  • Meinen Impfpass: Nach Tansania darf man ohne eine nachweisliche Geldfieberimpfung zum Beispiel gar nicht einreisen. In Dar Es Salaam musste ich meinen Impfpass vorlegen, sonst hätte ich kein Visum bekommen. Man sollte sich auf jeden Fall davor informieren, für welche Gebiete Schutzimpfungen benötigt werden.
  • Eine Taschenlampe: Man muss mit Stromausfall rechnen. Stundenlange Power-Cuts habe ich in Livingstone an den Victoriafällen erlebt. Und man sollte auch wissen, wo du Taschenlampe verstaut ist, sonst findet man sie im Dunkeln nicht 😉
  • Warme Klamotten:  Wer denkt, dass es in “Afrika heiß ist” unterliegt einer Illusion. Ich habe über die Hälfte der Zeit nur gefroren, obwohl ich schon dicke Sachen dabei hatte. Wenn bei uns in Europa Sommer ist, kann es im südlichen Afrika nachts wirklich kalt werden und die Häuser sind bei Weitem nicht so gut isoliert, wie bei uns. Also genug warme Klamotten mitnehmen!
  • Handdesinfektionsmittel: Ich habe es selten verwendet, aber gerade wenn man auf Busbahnhofstoiletten in Tansania war und danach mit den Händen isst, ist man froh Desinfektionsmittel dabei zu haben. Alternativ kann man auch eine kleine Seife mitnehmen 🙂 Wer die Toiletten kennt, weiß wovon ich rede 😉
  • Kleines Vorhängeschloss: In einigen Backpackers gab es Schließfächer für die Wertsachen. Das Schloss dazu musste man, wie überall auf der Welt, selbst mitbringen.
  • Schweizer Taschenmesser: Kann man einfach immer gebrauchen 😉

 

KOsten

Ich staune immer wieder aufs Neue, wenn ich höre oder lese, dass Leute nicht ins südliche Afrika reisen, weil es ihnen zu teuer ist. What?!

Organisierte Touren sind irre teuer, dem stimme ich zu. Aber wenn man individual reist, liegen die Kosten nur leicht über z.B. dem durchschnittlichen Niveau in Südostasien. Natürlich sind Reisekosten immer davon abhängig, was man sich selbst zutraut und wie weit man seine eigene Komfortzone runterschrauben kann, aber man kann im südlichen Afrika wirklich günstig reisen.  Hier ein Überblick:

Tansania

Visum: 50 USD oder 50 Euro (also Dollar mitnehmen), Visa on arrival

Unterkünfte (pro Nacht, pro Person): Dar Es Salaam: ~ 7 USD im Dorm; Morogoyo: 4 USD im Doppelzimmer; Iringa: 3,5 USD im Doppelzimmer; Mbeya: 6 USD im Doppelzimmer; Insgesamt habe ich schon viel positives über Coachsurfing in Tansania gehört.

Transport: Die Preise der Überlandbusse sind bei vielen Busbahnhöfen auf offiziellen Tafeln angeschrieben. Gerade deswegen gilt es, sich nicht abzocken zu lassen! Die Kosten sind abhängig von der Länge der Strecke. Auch für den Tazara, den Zug, der von Dar Es Salaam bis kurz vor Lusaka fährt gibt es im Internet offizielle Preislisten.

Essen: In Tansania gibt es viele kleine und günstige Restaurants und Straßenstände. Eine Mahlzeit liegt zwischen einem und zwei USD. Günstig und lecker sind frische Chipsy (=Pommes), Reis mit Bohnen in Kokossoße und an der Küste frischer Fisch.

Sambia

Visum: 50 USD, Visa on arrival

Unterkünfte: Die Backpackers in Sambia sind im Schnitt ein bisschen teurer als die Unterkünfte in Tansania. Für ein Bett im Dorm musste man schon mit zweistelligen Preisen rechnen (~ 12 Euro aufwärts). Allerdings war ich nur in Lusaka und Livingstone, die preislich zu den teuersten Ecken des Landes gehören. Ich gehe stark davon aus, dass man außerhalb der Hauptrouten in einfachen Hotels günstiger unterkommen kann. Wer sparen will, kann ein eigenes Zelt mitnehmen: Die meisten Hostels bieten sehr günstig Zeltplätze an.

Transport: Die Buspreise waren angemessen. In Lusaka am Busbahnhof waren die Preise an den Verkaufsschaltern angeschrieben. Folglich zahlt man ohne weitere Diskussionen einen fairen Preis. Wenn ich mich richtig erinnere habe ich für die siebenstündige Fahrt von Lusaka nach Livinstone umgerechnet 12 Euro gezahlt.

Essen: Das Essen ist günstig, aber schlecht. Sowohl in Lusaka als auch Livingstone gab es fast nur Fastfoodketten (~ 1,5 USD pro “Mahlzeit”) und Supermärkte. Ab und zu findet man Straßenverkäufer- bei ihnen zahlt man z.B. für ein Kilo Bananen nur ein paar Cent.

Namibia

Keine Visumsgebühren , Visa on arrival

Unterkünfte: Auch hier kann gezeltet werden! Ethosa Nationalpark: ~ 15 USD + 7 USD für jede weiter Person im Zelt. Hostels in Windhoek und Swakopmund befinden sich im einstelligen oder günstigen zweistelligen Bereich (pro Person im Dorm, ab ~ 9 Euro)

Transport: Die Intercape Busse, die Namibia durchqueren sind realtiv teuer (Windhoek- Kapstadt: ~ 50 USD). Viele bereisen Namibia mit einem gemieteten Wagen. Autos sowie Sprit sind realtiv günstig, unterliegen aber natürlich ziemlichen Preisschwankungen (Autogröße, internationale Ölpreise, etc.)

Essen: Nicht mehr ganz so günstig, wie in Tansania oder Sambia, aber immer noch super preiswert. Abhängig vom Gericht und Location: ~ 3-7 Euro

Insgesamt kann man mit etwa 600- 800 Euro (ohne Flug und Bungee Jump an den Vic-Falls 😉 ) locker vier Wochen durchs südliche Afrika reisen 🙂

 

Unterkünfte

Die Unterkünfte waren alle einfach, aber völlig ausreichend, günstig und immer sauber.

Dar Es Salaam: “Dar Downtown Suits“, buchbar über Hostelworld und eine der günstigsten Unterkünfte, die man in Dar bekommen kann. Es ist kein Standard-Hostel, man teilt sich das Grundstück mit der tansanischen Familie. Die sanitären Anlagen sind einfach (Lochklos und kaltes Wasser), aber sauber und ausreichend. Das Viertel Ilala ist super untouristisch und ein Stück vom Stadtzentrum entfernt. Da außen am Tor des Grundstücks nichts angeschrieben ist, sollte man sich davor ganz genau anschauen, wie man dort hinkommt. Sonst kann es passieren, dass man es nicht findet 😛

DSCN10920Iringa: Kilimanjaro Lodge“: Klingt luxuriöser als es ist 😉 Ähnlich einfache Unterkunft wie die Downtown Suits in Dar. Wir waren abgesehen von ein paar Locals die einzigen Gäste und nachts saßen Guards vor unseren Zimmern im Hof. Man muss mit sich selbst vereinbaren, ob man das beruhigend oder irgendwie gruselig findet 😉 Aber ansich war alles tiptop!

Lusaka: Das Hostel, in dem ich in Lusaka “genächtigt” habe, existiert mittlerweile nicht mehr. Das “Lusaka Backpackers” soll aber gut sein.

P10706870Livingstone: Jollyboy Backpackers” (s. Titelbild): Eines von mehreren beliebten Hostels in Livingstone und ein Schmelztigel für viele Reisende im südlichen Afrika. Sauber und gut ausgestattet, mit Pool, Küche und kostenlosem Shuttleservice an die Victoriafälle.

 

SwakopmundDesert Sky Backpackers“: Schöne Unterkunft, 5 Minuten Fußweg vom Meer entfernt. Sauber und gut ausgestattet, ebenfalls mit Küche, Zeltmöglichkeit und vielen anderen Reisenden 🙂

Kapstadt: Bei meiner Ankunft in Kapstadt bin ich erst einmal bei den “Longstreet Backpackers” untergekommen. Die Lage ist super zentral, man musste aber für das Internet jeden Tag aufs neue extra zahlen, es war abends extrem laut und das Hostel ansich war ehr ungemütlich. Für zwei Nächte wars okay 😛

Wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, kannst du dich immer gerne über das Kontaktformular bei mir melden oder es direkt in die Kommentare schreiben. Es folgt noch ein zweiter Beitrag zu meinen persönlichen Reisetipps, in dem es um die Themen Sicherheit, Überlandreisen und Grenzübergänge geht: Zu dem Beitrag.

Ich freue mich, wenn dir meine Informationen weiterhelfen 🙂



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4 People Replies to “Von Tansania bis Südafrika – Meine persönlichen Reisetipps I”

  1. Auf jeden Fall auf unserer Bucket List!

    LG
    Alex von http://www.reiseum.de/

    1. Sollte es sein, die Reise war großartig! 🙂

  2. dsk

    Finde ich großartig was du machst. Tansania wäre auch eines meiner Traumziele. dann aber mit Sansibar. Oder liegt das in Kenia? Jedenfalls war ich auch mal in Kenia ( Mount Kenia, bei den Samburus, und am Kilimandscharo ) auf einer individuellen Tour und das war schon eine extreme Erfahrung. Ich lese gerne mehr davon. Liebe Grüße Cornelia

    1. Hallo Cornelia,
      vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂 Tansania ist zwar nicht super einfach zu bereisen, dafür aber ein ganz wunderbares und abwechslungsreiches Land. Ich war zwar noch nicht in Kenia, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du, wenn du in Kenia zurecht gekommen bist, auch in Tansania klar kommst. Zanzibar (das zu Tansania gehört und zu dem in den nächsten Wochen noch ein Beitrag folgen wird 😉 ) ist dabei natürlich eines der absoluten Highlights!
      Also: Go for it! 😉
      Liebe Grüße
      Chrissy