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Äthiopien: Öffentliche Verkehrsmittel in Städten

In allen größeren Städten gibt es ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Auf den ersten Blick ist es jedoch nicht so einfach, die Strukturen zu verstehen. Aus diesem Grund habe ich eine kleine Übersicht zusammengestellt:

Minibusse

In den meisten Städten sind die Haupttranspotmittel die blauen Minibusse. Diese haben keinen festen Fahrplan oder Haltstellen, sondern fahren feste Routen ab, an denen man an beliebigen Stellen ein und aussteigen kann. Man kann Minibussen einfach mit einem ausgestreckten Arm zeigen, dass man mitfahren will.

Die Schwierigkeit besteht darin zu verstehen, welche Buslinie man nehmen muss. Man kann als Tourist die Aufschrift auf den Bussen nicht lesen, da alles auf Fidel, der äthiopischen Schrift geschrieben ist, die Ziele bzw. Routen werden von den Geldeinsammlern im Bus jedoch laut ausgerufen. Das heißt, dass man sich davor informieren sollte, welche Plätze, Viertel, o.Ä. in der Nähe des “Zielortes” sind. Natürlich kann man die Geldeinsammler auch immer fragen, ob sie in die Richtung fahren, in die man grob will.

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Linien-Minibus in Gondar

Fortbewegung in Addis

In den meisten Städten gibt es nicht allzuviele verschiedene Minibusrouten, in Addis herrscht dagegen ein im ersten Moment kaum durchschaubares Wirrwarr. Man kann sich aber immer an den großen Drehkreuzen in der Stadt orientieren: Stadium (Meskel Square), Arat Kilo und Mexico. Von dort gehen die meisten Linien ab und man kommt fast überall hin.

Wenn man lieber ohne Umwege ans Ziel kommen möchte, kann man sich auch immer ein Taxi nehmen. In Addis sind die Taxis blau (nicht die Gelben nehmen, die am Flughafen und vor den teuren Hotels warten, die sind extrem teuer) und man muss den Preis immer verhandeln! Wenn es zu teuer ist, dann geht zum nächsten Fahrer.

In Addis sieht man auch auf vielen Routen große gelb-rote Public Busses. Sie sind die günstigste Art sich durch Addis zu bewegen, sind aber heillos überfüllt. Diese Busse fahren auch feste Routen, sind nummeriert und haben tatsächlich auch Haltstellen die allerdings nicht gekennzeichnet sind- man muss sie einfach kennen oder sich durchfragen.

In der Hauptstadt wurde in den letzten Jahren an einer Straßenbahn gebastelt, die mittlerweile fertig gestellt wurde. Es gibt eine Nord-Süd- und eine Ost-West- Achse und sie ist bei den Locals sehr beliebt.

Bajajs

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Bajajs in Awassa

Außer in Addis  gibt es in allen größeren Städten neben den Minibussen noch die blauen, dreirädigen Bajajs. (s. auch Titelbild)

Sie fungieren sowohl als Linienbajaj als auch als Taxis. Die Linienbajaj bedienen häufig ähnliche Routen wie Minibusse und funktionieren nach demselben System. Jede Bajaj kann jedoch auch jederzeit zum Taxi umfunktioniert werden: Jedes Ziel, das außerhalb der Linie liegt, kann mit einer Contract-Bajaj angefahren werden, der Preis wird immer davor mit dem Fahrer ausdiskutiert und orientiert sich an der zurückgelegten Strecke.

Grobe Preisübersicht:

  • Minibusse: 1,5- 3,5 Birr (abhängig von der Länge der Strecke. Immer an den anderen Mitfahrern orientieren, aber meistens bekommt man einen fairen Preis)
  • Bajaj: 1,5-3,5 Birr auf den Routen, Contract-Bajaj nicht mehr als 20 Birr, meistens muss man diskutieren
  • Taxi in Addis: 70-180 Birr abhängig von der Streckenlänge. Äthiopier zahlen hier immer weniger, aber die Taxifahrer wollen oft für Toristen mit dem Preis nicht weiter runter gehen.
  • Public Busses in Addis: ca. 1 Birr

Die Preise schwanken natürlich von Stadt zu Stadt. Angaben sind auf dem Stand 2013, sollten sich aber nicht stark verändert haben.

 

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