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Barcelonas Street Art

Im Zentrum Barcelonas gibt gefühlt zwei Typen von Straßen: Die großen, breiten, auf denen der Verkehr flutet und die kleinen, verwinkelten, in denen man sich so leicht verlieren kann, zwischen den hohen Häuserwänden, Cafés, Läden und Plätzen. Wenn man sich nicht auskennt und versucht den Überblick zu behalten, verliert man dabei häufig den Blick für die Details. Wirklich bewusst wurde mir das erst bei der Alternative Free Walking Tour, an der ich während meines Urlaubs in Barcelona vor zwei Wochen teilnahm.

Wie es bei den Free Walking Tours üblich ist, warten die Guides mit einem farblich markanten Schirm an einem zentralen Ort. In unserem Fall war es am Placa Catalunya, von dem aus wir uns dann in das Viertel Raval aufmachten, dass unmittelbar an die  berühmte Touristenmeile La Rambla anschließt. Kaum hatten wir La Rambla verlassen, fanden wir uns in eben diesen verwinkelten Gassen wieder, an denen sich links und rechts kleine Läden aneinander reihten und deren Häuser so hoch waren, dass die Sonne kaum den Asphalt vor unseren Füßen erreichte.

Ich bin mir sicher, dass ich ohne die Tour diese kleinen und großen Kunstperlen nicht wirklich gesehen hätte. Ich wäre, wie in den Tagen davor, durch die Straßen gelaufen und hätte das eine oder andere vielleicht dumpf wahrgenommen, aber letzten Endes wäre es in einer Fülle von Umgebungsinformationen gefiltert worden und untergegangen. Die Tour durch das Raval machte mir diese Details wieder zugänglich und bettete sie trotzdem in einen großen, sozialen und politischen Kontext ein.

Dieses Werk stammt von einem Künstlerpaar aus Barcelona, die ihre Liebesbotschaften füreinander auf alten Dosen festhalten und diese an Häuserwänden aufhängen.

Diese Fotographie zeigt einen Ausschnitt des etwa zwanzig Meter langen Werk Keith Harings. Er setzt damit ein Zeichen für den Kampf gegen AIDS. Kurz danach verstarb er selbst daran.

Dieses Werk wurde bei den Unabhängigkeitsprotesten im letzten Jahr leider beschädigt. Dem Künstler wird jedoch weiterhin großer Respekt gezollt, indem andere, kleinere Künstler ihre Signaturen darüber platzieren.

Diese Installation soll den Raval, mit seinen verwinkelten Gassen und Plätzen repräsentieren, die alle zusammenhängen und sich auch nicht in einen festen Rahmen zwängen lassen.

Bei diesem Werk handelt es sich um eine Hommage an Joan Miró, der in Barcelona geboren wurde und aufwuchs.

Persönlich kann ich diese Alternative Tour sowie die “klassische” Free Walking Tour, an der ich vor einem Jahr teilgenommen habe und die uns vor allem die historischen Orte Barcelonas näher gebracht hat, auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich hatte dadurch die Chance, die Stadt noch einmal ganz anders kennen zu lernen!


Die Tour, an der ich teilgenommen habe, startet zweimal täglich von Placa Catalunya aus. Die Guides sind in der Regel Locals und leicht an ihren blauen Schirmen zu erkennen. Eine Führung dauert etwa 2,5 Stunden. Allgemein haben die Free Walking Tours, wie es der Name schon sagt, keinen festen Preis sondern funktionieren auf Spendenbasis. Frag einfach in deinem Hostel, Hotel, etc. nach, wann und wo die nächste Tour startet. Viel Spaß! 



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