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Now Reading: Geld sparen

Geld sparen

Mit ein bisschen Bewusstsein und Wissen kann man beim Reisen ordentlich Geld sparen. Hier meine persönlichen Tipps:

Individuell reisen

Man möchte in seinem Urlaub Land, Kultur, Geschichte und Leute sehen? Für fast jedes Land findet man organisierte Pauschalreisen, die einem das in einem festen, für einen selbst bequemen und vor allem teuren Rahmen zusammenstellen. Zwischen einer Komplettpaketreise und einer Individualreise liegen locker über tausend Euro, abhängig vom Land und wie sehr man seine eigene Komfortzone  herunterschrauben kann 😉 Wenn man sich nicht traut, auf eigene Faust zu reisen und das Geld hat, ist das definitiv keine schlechte Alternative. Wenn man aber sparen will, gilt es so individuell zu reisen wie nur irgendwie möglich!

Dabei meine ich auch, dass man sich keine Reise bei einer Travelagency vor Ort aufschwatzen lassen soll oder nur mit organisierten Busunternehmen (in denen dann auch nur andere weiße Touris sitzen) durch das Land tuckert. Und wenn man erst einmal gelernt hat, selbständig unterwegs zu sein , sind die nächsten Reisen auch kein Problem mehr. Die Systeme sind weltweit ähnlich. Man muss sich einfach trauen 😉

Weg von den ausgetretenen Touristenpfaden und -strukturen!

Der allerbeste Trick um Geld zu sparen, ist einfach so untouristisch wie nur irgendwie möglich unterwegs zu sein. Das klingt im ersten Moment ein bisschen komisch: Man ist natürlich Tourist und Fremder in dem Land,  dagegen kann man eigentlich nichts machen. Aber man kann sich dann entweder dementsprechend verhalten oder man versucht halt ein bisschen von den Sterotypen- Backpacker-Touri-Klischees wegzukommen.

Erster Schritt: Es ist so einfach, aber die wenigsten machen es: Raus aus den Touristenhotspots!

Natürlich, wenn man ein Land besucht, dann möchte man die Sehenswürdigkeiten sehen. Wenn man sich in Kambodscha Ankor Wot nicht anschauen würde, weil dort zu viele Touristen sind, wäre das auch einfach nur schade. Aber in Siem Reap (der Stadt bei Ankor Wot) habe ich so teuer gegessen, wie sonst nirgendwo in dem Land. Dort wo Reisende sind, steigen die Preise in die Höhe, da Touristen einfach mehr zahlen (weil sie nicht so sehr aufs Geld schauen, bzw. sie die lokalen Preise nicht kennen und einschätzen können). Dort, wo mehr Touristen sind, wird man genau aus diesen Gründen tendenziell mehr abgezockt. Teilweise muss man nur das touristische Viertel verlassen, um schon alles zum halben Preis zu bekommen. Man sollte sich außerdem in einem Land mehr Zeit lassen und einfach mal den Reiseführer nach Ecken durchforsten, von denen nicht alle reden und die nicht zu den “Highlights” gehören- postive und vor allem untouristische Überraschungen sind vorprogrammiert 😉

Zweiter Schnitt: Nicht naiv durch die Gegend spazieren und Geld um sich werfen, sondern verhandeln und infomieren.

Ich habe immer den Eindruck, dass die meisten Touristen überhaupt kein Gefühl für den Preisspiegel in einem Land haben. Wenn etwas günstiger ist, als in dem Heimatland, wird das schon als richtiger Preis angesehen- auf die Idee, dass das aber immer noch viel zu viel ist kommen viele nicht. Ich weiß, es ist schwer einzuschätzen wie teuer oder günstig es ist tatsächlich ist- deswegen sollte man immer versuchen zu verhandeln. Wenn der genannte Preis sofort akzeptiert wird, war es immer noch zu hoch. Man sollte sich auch immer davor informieren, wie viel z.B. bestimmte Lebenmittel kosten. Man zahlt als Touri nur so viel, weil vor einem schon tausend andere Reisende einen viel zu hohen Preis gezahlt haben und damit ein Image hinlassen haben, das sagt: “Ich bin ein weißer Tourist und ich habe Geld.” Bei Dienstleistungen sollte man auch immer davor einen Preis aushandeln, weil es danach zu spät ist, um zu diskutieren und man muss dann den angesagten Preis einfach zahlen. Und noch ein Tipp: Man sollte nicht auf vermeidliche Schnäppchen reinfallen. An einer Stadtrundfahrt durch ganz Bankok für 10 Baht muss etwas faul sein. Ich habe zwei Frauen kennen gelernt, die darauf angesprungen sind und die dann in zwei Schmuckläden von dem Cousins des Fahrers gelandet sind, dann noch zu einem Souviniershop von dem anderen Cousin gebracht wurden und zu guter Letzt bei einer Travelagency landeten, die ihnen ein Koplettpaket verkauft hat, bevor sie es überhaupt geschnallt haben.

Dritter Schritt: Alles auf eigene Faust machen

In Kambodscha (und ich vermute in anderen südostasiatischen Ländern ist es ähnlich), kann man sich das Leben beim Reisen einfach machen: Man spaziert einfach zu nächsten Travelagency und bucht das gewünschte Ticket. Das mag einfach sein- aber meiner Erfahrung nach auch in vielen Fällen um einiges teurer. Ich habe von Kambot (Kambodscha) nach Bankok (Thailand) zurück 23 USD gezahlt, die offiziellen Preise lagen zwischen 33-35 USD- und ich hab oftmals nicht einmal konsequent verhandelt. Man kann sich natürlich jetzt denken: Was interessieren mich die 10 USD, wenn ich dafür eine entspannte Fahrt ohne vier Mal umsteigen und verhandeln haben kann? Das hängt natürlich von den eigenen Prioritäten ab- ich wollte lieber wie die Lokals reisen und habs nicht eingesehen mehr Geld zu zahlen. Und wenn man mehrere Monate so reist summiert sich das schon ganzschön hoch.  Ein weiteres ganz schönes Beispiel ist wieder aus Ankor Wot: Die meisten schnappen sich für den Tag, an dem sie die Tempelanlagen besichtigen wollen einfach einen TukTukfahrer, der sie dann über das Gelände kutschiert. Das kostet für die kleine Runde 15 USD. Wir haben uns dagegen entschieden und einfach Fahrräder ausgeliehen. Damit sind wir zum Sonnenaufgang in die Anlage gefahren und sind dann zu de Tempeln hingeradelt, die uns interessiert haben- für 2 USD pro Fahrrad. Mehr zum Reisen auf eigene Faust hier.

Vierter Schritt: Lokales Essen essen.

Ganz viele Touristen essen in den Restaurants, in denen es vorwiegend internationales Essen gibt- es ist ja auch echt hart auf Pizza und Spaghetti zu verzichten 😉 Diese Gerichte sind in den meisten Fällen sehr viel teurer, weil es a) für Touristen gemacht ist und b) die Restaurants dafür häufig Lebensmittel einkaufen müssen, die nicht zu den Standartlebensmitteln gehören und teuer impotiert werden müssen. Wenn man aber schonmal in einem ganz anderen Land ist sollte man sich auch darauf einlassen, oder? Das beste lokale Essen gibt es meiner Erfahrung nach in den kleinsten, ranzigsten Buden 😀 Snacks von Straßenständen sind in ganz vielen Fällen auch großartig und richtig günstig. Allgemein immer daran orientieren, wo die Lokals essen gehen- die wissen am besten, wo es das leckerste und gesundheitlich unbedenklichste Essen gibt.

Kleine Brötchen backen

Ganz ehrlich: Für das Geld, das ein Flug nach Südostasien kostet, kann man zwei Wochen gemütlich Urlaub in Frankreich oder Italien machen. Und danach kann man noch locker alle Schulfreunde besuchen, die in ganz Deutschland verstreut sind und dabei endlich mal Städte wie Berlin, Dresden oder Hamburg sehen. Also warum immer in die Ferne schweifen? Es gibt auf der ganzen Welt lohneswerte Reiseziele, also folglich auch bei uns um Eck 😉



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2 People Replies to “Geld sparen”

  1. Das animiert mich total =) Ich wollte auch in nächster Zeit während der Masterareit-Phase öfter am Wochenende einfach mal ausfliegen: Danke für die Motivation ^^ Ein kleines Dorf in Frankreich ist ja auch quasi um die Ecke mit dem Auto.

    LG Alice

    1. Hallo Alice,
      freut mich total, dass ich dich mit meinem Beitrag motivieren konnte 🙂 und du hast Recht, eine kleine Ortschaft in Frankreich reicht schon für einen Tapetenwechsel, ist preiswert und gerade einmal ein Katzensprung von uns entfernt. In der Prüfungsphase braucht man diesen Abstand manchmal einfach, ein paar Tage können da schon helfen, wieder motivierter weiter zu machen 🙂

      Liebe Grüße
      Chrissy