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Dar Es Salaam – Der “Hafen des Friedens”

…könnte auch in die “Stadt der hilfsbereiten Menschen” umbenannt werden. Ich war insgesamt fünf Tage in Dar und jeden Tag konnte ich aufs neue Staunen, wie zuvorkommend und hilfsbereit die Menschen dort sind.

Ich kam am Samstag mittags in Dar am Flughafen an und hatte (natürich) nur einen groben Plan, wo sich genau das Hostel befindet, dass wir uns ausgesucht hatten. Ich umging die nervigen Tagefahrer, die dierekt am Flughafenausgang lauerten und suchte mir stattdessen eine Mototaxi, um in die Innenstadt zu kommen.

Das stellte sich als eine etwas wahnsinnige Idee heraus,…

weil er ohne Helm mit fast 80 Sachen die überfüllte Hauptstraße Richtung Zentrum entlangdüste und bei Stau vor Ampeln einfach auf die Fußgängerwege ausweichte, hinten in einen Pick Up rauschte und die Polizei letztlich schmieren musste, weil er ohne Helm auf der falschen Straßenseite unterwegs war. Meine erste viertel Stunde in Tansania hört sich chaotisch an und das war sie auch! Er schmiss mich vor dem Krankhaus heraus, dass in der Nähe von meinem Hostel sein sollte und ich war weiß Gott wie froh diese Irrenfahrt ohne einen Kratzer überstanden zu haben 😛

Dann begann die Suche nach meinem Hostel.

Ich wusste genau, dass es in der Nähe von dem Krankenhaus sein musste. Dummerweise war der Akku meiner Kamera leer, mit der ich den Lageplan abfotografiert hatte. Ich frage mich durch, niemand konnte etwas mit dem Namen der Unterkunft anfangen. Ich organisierte mir mit Hilfe eines sehr geduldigen Elektrowarenverkäufers eine Sim Karte und versuchte die beiden Freundinnen aus der Reisegruppe zu erreichen, die bereits im Hostel waren. Die Sim-Karte funktionierte jedoch nicht (weil der Vodacom-Verkäufer mich nicht registriert hatte, wie sich im Nachhinein herausstellte), stattdessen kam bei jedem versuchten Anruf eine Ansage auf Swahili. Also klapperte ich die Straßen eine nach der anderen ab, auf der Suche nach dem Hostel. Es musste ja hier irgendwo sein! Ich glaube ich sah irgendwann tatsächlich ein bisschen missmutig und fertig aus, als mich ein Taxifahrer fragte, ob ich ein Problem habe. Ich erklärte ihm meine Situation, er kannte das Hostel jedoch auch nicht. Er gab mir jedoch sein Handy, damit ich nach der Adresse im Internet suchen konnte. Die Verbindung war jedoch zu schlecht, sodass er seine Kollegen fragte und ich mit seinem Handy die beiden im Hostel anrufen konnte. Die suchten jemanden, der dem Taxifahrer übers Handy erklären konnte, wohin er fahren muss. Es stellte sich heraus, dass der Motofahrer mich in einem völlig falschen Eck rausgeschmissen hatte. Herzlichen Dank auch!

Der Taxifahrer tat dann sein bestes, um mich zu dem Hostel zu bringen. Er telefonierte immer wieder, musste sogar sein Guthaben neu aufladen, fragte sich bei allen möglichen Leuten durch und fuhr hundert Mal im Kreis, bis er mich schließlich vor dem richtigen Gate absetzte. Ich war wahnsinnig dankbar, weil ich ohne seine Hilfe noch zwei Stunden im falschen Viertel gesucht hatte und ich sein Engagement überhaupt nicht selbstverständlich fand.

Wie sich in den nächsten Tagen herausstellte, waren sehr viele Leute in Dar uns gegenüber so hilfsbereit wie der Taxifahrer.

Vermutlich mag das zum Teil auch daran gelegen haben, dass die anderen beiden fließend Swahili sprechen und dadurch natürlich auf einer komplett anderen Ebene kommunizieren können, aber ich vermute, dass das einfach die Umgangsformen sind. Wir wurden ständig von Lokals vor Dieben gewarnt, wenn wir jemanden nach einem Ort fragten, wurden wir persönlich dort hingebracht, auch wenn es ein ganzes Stückchen entfernt war. Mehre Male wurden wir von Mitfahrern in den Dalla-Dallas (die Busse in Tansania) bis  zu unserem Zielort begleitet, einmal hat eine Jugendliche uns geholfen bei den verschiedenen Linien richtig umzusteigen und hat uns noch die Fahrt gezahlt!! Vermutlich kann man in Dar gar nicht verloren gehen 😉

Zwischen den Zeilen lässt sich ja schon herauslesen, dass wir viel in der Stadt unterwegs waren. Hier möchte ich euch ein paar Eindrücke von der Stadt geben:

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Glasbau in der Innenstadt, in der Nähe der Dalla-Dalla Station “Posta”

 

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Straßenszene in dem Viertel in dem unser Hostel war

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Die Lutherkirche- Laut meinem Reiseführer das Wahrzeichen Dars

 

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Typische Straßenszene in der Innenstadt: In Dar ist eigentlich immer Stau

 

 

 

 

 

 

 

In Dar ist eigentlich ständig Stau 😛 Dadurch kamen uns Distanzen in der Stadt noch viel länger vor.

 

 



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