„Afrika“-Bilder in meinem Kopf, Bilder vor meinen Augen

„Meine Schwester wurde in Kapstadt vom Auto angefahren.“

„Ach, da gibt es Autos?“


Bei diesem Zitat handelt es sich nur um eines von unzählbar vielen Aussagen zum afrikanischen Kontinent, die mich stocken ließen, geschockt über das Weltbild, das manche Menschen in Europa haben, geschockt darüber, was viele über Afrika denken und ohne den geringsten Zweifel aussprechen. Das obrige Zitat stammt von einem Kumpel meiner Schwester, er war noch nie in Südafrika, also woher nahm der dieses Bild, dieses scheinbare und vor allem degradierende „Wissen“?

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Plastic Planet oder: Was wir von Ruanda lernen können

Vor einigen Tagen war wieder einmal einer dieser Momente, in denen ich mir dachte: „Zum Glück ändert sich endlich etwas!“ Ich stand in einem Schuhgeschäft, eine Freundin neben mir an der Kasse und während sie bezahlte, sah ich den Hinweis auf dem Verkaufsthresen: Letztes Jahr wurden in Deutschland über 6 Millarden Plastiktüten verbraucht, man solle doch wenn möglich darauf verzichten. Der Umwelt zuliebe.

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Blogparade: Die Welt rückt zusammen II

Vor gut einem dreiviertel Jahr habe ich einen Beitrag geschrieben, der sich mit dem gefühlten Zusammenschrumpfen unserer Welt befasste. Geprägt wurde der Artikel von meiner Rundreise durch Kambodscha und den Erfahrungen, die ich während dieser Zeit gesammelt habe. Damals wurde mir durch andere Reisende und mein eigenes Reiseverhalten bewusst, wie beliebig wir auf dem Globus von Land zu Land springen. Damit geht uns vieles verloren: Wir überspringen viele Länder einfach und klammern sie aus, verlieren das Gefühl für Distanzen und nehmen Reisen und Kulturen oftmals nicht als mehr als Prozess, sondern als punktuelles Ereignis war.

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Swakopmund- Mit kolonialen Grüßen

Swakopmund gilt als die „deutscheste Stadt Namibias“- allein schon bei dieser Beschreibung sollte man eigentlich stutzig werden. Tatsächlich ist die Stadt voll mit kolonialen Überresten der deutschen Besatzungszeit. Man läuft durch die Straßen und sieht Fachwerkhäuser, die Straßen haben deutsche Namen und man kann in den Restaurants Spießbock mit Spätzle bestellen. Manche mögen das vielleicht amüsant finden, andere deutsche Reisende fühlen sich hier vielleicht sogar wohl, da sie ein Stückchen Gewohnheit finden und andere finden es wohlmöglich einfach nur verstörend. Ich zähle mich zu letzteren.

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